
Der Polar Park Bardu ist der nördlichste Tierpark der Welt. Er bietet einzigartige Begegnungen mit arktischen Tieren in weitläufigen, naturnahen Gehegen. Plane 3-4 Stunden für einen Besuch im norwegischen November ein, um die Vielfalt der Wildnis zu erleben.
10:30 Uhr. Bardu, Norwegen. Das Thermometer zeigt -12 °C. Ein scharfer Wind pfeift durch die Bäume. Wir stehen am Zaun, beobachten eine Wolfsgruppe. Ihr Atem kondensiert in der kalten Luft. Kein Gitter. Nur ein hoher Zaun, Abstand zur freien Natur. Der Schnee knirscht unter den Stiefeln.
Wer in Nordnorwegen unterwegs ist, zwischen Tromsø und Narvik, stößt fast automatisch auf den Polar Park. Er ist eine der Hauptattraktionen in der Region Bardu, Provinz Troms. Der Park beansprucht für sich, der nördlichste Tierpark der Welt zu sein. Ein Fakt, der uns neugierig gemacht hat. Wir wollten die Tiere des hohen Nordens hautnah erleben. Nicht in einem Zoo, sondern in einer Umgebung, die ihrer natürlichen Heimat nahekommt. Unser Besuch im November 2024 führte uns direkt hierher.




Der Polar Park ist anders. Eröffnet 1994, setzt er auf große, naturnahe Gehege. 12 Gehege verteilen sich auf 110 Hektar. Das bedeutet: viel Platz pro Tier. Laut Parkangaben ist das eines der größten Flächen-pro-Tier-Verhältnisse weltweit. Wir haben Wölfe, Polarfüchse, Rentiere, Elche und Luchse gesehen. Auch Braunbären und Vielfraße gehören zu den Bewohnern. Die Tiere bewegen sich frei in ihren weitläufigen Arealen. Es ist kein Zoo im klassischen Sinn. Eher ein Wildpark, der die Tierwelt der Arktis zugänglich macht.
Die Sichtungen der Tiere sind nicht garantiert. Die Gehege sind riesig. Die Tiere können sich zurückziehen, sich verstecken. Wir hatten Glück. Die Wölfe zeigten sich offen, patrouillierten nahe am Weg. Ihr Heulen hallte kurz durch den kalten Wald. Die Polarfüchse waren agil, huschten durch den Schnee, immer auf der Suche nach etwas Interessantem. Die Elche standen majestätisch im Wald, unbeeindruckt von den wenigen Besuchern. Wir sahen auch Rentiere, die entspannt im Schnee grasten. Es ist eine andere Art der Tierbeobachtung als in einem städtischen Zoo. Manchmal wartet man 10, 15 Minuten. Manchmal sieht man sie nur aus der Ferne, ein brauner Punkt in der Weite. Das ist Teil des Erlebnisses. Es simuliert die Wildnis, so gut es in einem Park geht. Diese Geduld zahlt sich aus.




Am Eingang des Geländes befindet sich ein modernes Besucherzentrum. Dort gibt es einen Shop und Gastronomie. Für uns war es ein guter Ort, um sich kurz aufzuwärmen. Ein heißes Getränk bei -12 °C ist willkommen. Es gibt auch einen Bereich für Aktivitäten, der bei unserem Besuch im November aber weniger relevant war. Der Fokus lag auf den Tieren.



Unser Fazit zum Polar Park in Bardu fällt durchweg gut aus. Der Park ist definitiv einen Besuch wert, wenn du in Nordnorwegen unterwegs bist. Besonders für Reisende, die sich für die arktische Tierwelt interessieren. Die großen Gehege sind ein klares Plus. Sie bieten den Tieren viel Raum, ermöglichen natürliche Verhaltensweisen. Die Begegnung mit den arktischen Wildtieren ist beeindruckend, gerade weil sie nicht erzwungen wirkt. Es ist keine Show, keine Dressur. Es ist eine Beobachtung, ein Eintauchen in ihren Lebensraum. Eine klare Empfehlung für alle, die die Tierwelt der Arktis respektvoll erleben wollen. Plane 3-4 Stunden ein, um alles in Ruhe zu erkunden.
Der Polar Park war ein Highlight unserer November-Reise durch Nordnorwegen. Ein Tag bei Wölfen, Elchen und Polarfüchsen. Von hier aus ging es weiter Richtung Norden. Mehr dazu im nächsten Artikel.
Plane jetzt deine Begegnung mit den Tieren des Nordens.
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