
Finnisch-Lappland im Winter ist nicht billig. Aber die großen Posten sind Anreise und Aktivitäten – und genau dort lässt sich am meisten drehen. Was bei uns funktioniert hat: Ferienhaus mit Küche, Mietwagen ab dem nächstgelegenen Flughafen, und nicht alles buchen, was man buchen kann.
Draußen ist es noch dunkel, der Wind treibt Schnee über die Straße. Die Anzeige im Mietwagen zeigt -28 °C. Wir sind Mitte Februar bis Anfang März in Finnisch-Lappland unterwegs, und an diesem Morgen fahren wir los, bevor es hell wird — was hier ohnehin erst gegen neun passiert.
Vorher hatten wir uns dieselbe Frage gestellt wie vermutlich jeder: Kann man das bezahlen? Lappland gilt als teuer, und in Teilen stimmt das auch. Aber die Kosten verteilen sich sehr ungleich, und wer weiß, wo die großen Brocken liegen, kann einiges davon vermeiden.

Die Wege rund um die Hütte — dafür braucht es keine gebuchte Tour



Flug und Unterkunft sind die Posten, die man vorher kennt. Der Posten, der die meisten überrascht, sind die Aktivitäten: Eine geführte Husky- oder Schneemobiltour kostet pro Person schnell so viel wie zwei Nächte im Ferienhaus.
Das heißt nicht, dass man darauf verzichten muss. Wir haben beides gemacht und es nicht bereut — es sind die Tage, an die wir uns am deutlichsten erinnern. Aber es lohnt sich, bewusst zu entscheiden, welche zwei Dinge man wirklich will, statt fünf Touren zu buchen, weil sie im Prospekt stehen.

Schneemobil — einer der beiden Posten, für die wir bewusst Geld ausgegeben haben


Wir fliegen für solche Reisen an einen der regionalen Flughäfen — je nach Ziel Kuusamo, Rovaniemi, Kittilä, Tromsø, Kiruna, Harstad oder Alta — und fahren von dort mit dem Mietwagen weiter. Das ist fast immer die vernünftigste Kombination: Die Flüge in die Region sind außerhalb der Weihnachtszeit oft günstiger als erwartet, und vor Ort kommt man ohne eigenes Fahrzeug schlicht nicht weit.
Unser Mietwagen war diesmal ein Elektroauto. Das funktioniert auch bei diesen Temperaturen, kostet aber Planung: Die Reichweite fällt bei -25 °C deutlich, und man lädt dort, wo man ohnehin steht — an der Unterkunft über Nacht statt unterwegs in der Kälte.
Winterreifen sind in der Region selbstverständlich und im Mietpreis enthalten. Spikes hatten wir nicht und haben sie auch nicht vermisst; die Straßen sind gut geräumt, man fährt einfach langsamer.

Geladen wird da, wo man sowieso steht


Für uns ja — aber nicht, weil es billig war. Es war planbar. Der Unterschied zwischen einer teuren und einer bezahlbaren Lappland-Reise liegt nicht im Verhandeln, sondern in drei, vier Entscheidungen, die man vor der Buchung trifft.
Plane deinen Winter in Finnisch-Lappland mit realistischem Budget.
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