
Selbst jagen lohnt sich: Wer einen Mietwagen hat, braucht selten eine geführte Tour. Der Schlüssel ist nicht Glück, sondern das Lesen von Wetterdaten. Nutze Apps wie Ventusky (für Wolken) und fahre gezielt klare Stellen an. Achte auf sichere Parkmöglichkeiten und nimm warme Getränke mit.
Lass uns über Geld reden. Nordnorwegen ist teuer genug. Eine typische "Aurora Chase" Tour ab Tromsø kostet zwischen 1.500 und 2.500 NOK (ca. 130–220€) – pro Person, pro Abend.
Selbst organisiert:
Aber: Du zahlst nicht nur für den Bus. Du zahlst für das Wissen des Guides. Wenn du selbst fährst, musst du dir dieses Wissen aneignen. Hier steht, wie das geht.
Vergiss die simplen "Regenwahrscheinlichkeit"-Apps. Du brauchst Details. Polarlichter finden heißt vor allem: Wolkenlücken finden.
Die Bibel für Aurora-Jäger.
Z.B. "My Aurora Forecast" oder "Aurora Reach". Sie zeigen dir den KP-Index (Stärke) an. Real-Talk: Wenn der Himmel klar ist (Ventusky), siehst du im hohen Norden fast immer etwas, auch bei niedrigem KP. Ignoriere den KP-Index, wenn Wolken da sind. Wolken gewinnen immer.
Erstelle deine eigene Nordlicht-Jagd-Route mit unserem Planer und finde die besten Basen.
Du sitzt in deiner Unterkunft in Tromsø oder Narvik. Es schneit. Die meisten Touristen gehen jetzt ins Bett. Der Aurora-Jäger öffnet Ventusky.
Das ist das Geheimnis der teuren Touren: Sie fahren so lange, bis sie Sterne sehen. Das kannst du auch.
Oft wechselhaft, Wolken bleiben an Bergen hängen. Mildere Temperaturen.
Oft stabileres Wetter, kälter, klarer Himmel. Abisko (Schweden) oder Kilpisjärvi (Finnland) sind Top-Ziele.
1. Wo halten? Bleib niemals auf der Fahrbahn stehen! Auch nicht kurz. Norwegische Landstraßen sind eng und dunkel. LKW-Fahrer sehen dich spät. Nutze "Møteplass" (Ausweichbuchten) oder Rastplätze. Checke diese tagsüber oder auf Google Maps.
2. Auto-Licht Wenn du stehst: Licht aus (Standlicht an, wenn nah an der Straße). Deine Augen brauchen 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Ein Blick aufs Handy-Display oder in die Scheinwerfer setzt diesen Timer zurück.
3. Verpflegung Nimm eine Thermoskanne Tee/Kaffee und Schokolade mit. Die Moral sinkt schnell, wenn man friert und nichts passiert.

Dein Radar: Die Suche nach der Wolkenlücke



Es gibt keine Garantie. Vielleicht fährst du 3 Stunden und siehst nur Wolken. Aber wenn du dann, mutterseelenallein auf einem Parkplatz im Nirgendwo, den grünen Schleier siehst – ohne 50 andere Leute aus dem Reisebus – ist das Gefühl unbezahlbar.
Dieser Artikel ist Teil unserer Polarlichter-Serie:
Hast du schon mal Polarlichter selbst gejagt? Warst du erfolgreich oder hast du im Schneesturm aufgegeben? Erzähl es uns!
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